Bahnlinie Meran-Bozen in Krise
12.02.2009
Zur Zeit scheint es wirklich nicht weit her zu sein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor allem jenen auf Schienen. Um die Umwelt zu unterstützen und den Menschen in Südtirol das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel schmackhaft zu machen, werden sich unser Landesrat Thomas Widmann und alle Beteiligten wohl etwas mehr ins Zeug legen müssen.
Es ist zwar nicht lebenswichtig, aber die Mendelbahn in Kaltern steht immer wieder. Wenn der Grund dafür grad mal nicht die Schneefälle sind, ist es das kranke Personal, das seinen Dienst nicht ausüben kann. Das wäre ja alles kein Problem, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Mendelstraße, die Eppan und Kaltern mit dem „Hausberg“ verbindet, auch gesperrt ist. Hier hat der Schnee dafür gesorgt, dass die vorgesehenen Instandhaltungen vorgezogen wurden und nun bereits in Form der Beseitigung von Gefahren begonnen haben. Umwege von ein bis zwei Stunden müssen von all denen in Kauf genommen werden, die jeden Tag zur Arbeit pendeln oder in ihre Hütte auf den Hausberg wollen. Mal schnell in den Schnee fahren ist also für Überetscher nicht drin.
Etwas schlimmer steht es mit der Bahnlinie Meran-Bozen. Die ist veraltet, wird aber dringend gebraucht. Ausfälle und große Verspätungen sind an der Tagesordnung. Der Dienst der Ersatzbusse ...funktioniert nicht recht. So vergeht jede Lust, jeden Tag per Zug zur Arbeit oder zur Schule zu fahren. Da für die Bahnstrecke noch Trenitalia und andere öffentliche staatliche Betriebe wie RFI zuständig sind, ist der Reaktionsweg seeehr lang. Darum will die Landesregierung versuchen, die Zuständigkeit für die Strecke zu erhalten, um schneller und effizienter arbeiten zu können. Na dann wollen wir mal hoffen, dass es klappt!
