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Südtirol, Tirol und Trentino

Meranerland

15.02.2010


Wie man unschwer erkennen kann, liebe ich das Meraner Land. Und so schöne große Bilder davon hab ich noch nie im Netz gefunden. Danke dafür!

Der Herbst ist da und mit der Jahreszeit natürlich auch das traditionelle Törggelen! Jaaaa :-)! Da freu ich mich aber! Mit Sicherheit werde ich wieder einige nette Abende mit meinen Freunden in den Buschenschänken der Umgebung verbringen. Mit meiner besten Freundin habe ich auch schon mal darüber gesprochen und wir haben uns für ein besonderes Ziel entschlossen. Die Zone soll rund um Hafling und Vöran in der Nähe von Meran sein. Da gibt es so einige Lokale, die das traditionelle Törggelen anbieten. Und natürlich werden wir auch noch am Nachmittag eine kleine Wanderung in der Umgebung unternehmen. Es gibt doch nichts schöneres, als in Südtirol zu Wandern und dann noch in netter Rund beisammenzusitzen... Schön ist der Herbst!

 

 

Ah, da werden meine Ohren wieder entspannen. Einen Abend lang nur gute Töne hören, Rhythmus, und sanfte Instrumente im Wechsel oder in harmonischem Zusammenspiel. „Panegazza Consort Ulm“ nennt sich die Fünfergruppe und ich denke, die Organisatoren haben sich bei der Einladung an die Musiker sicher etwas gedacht. Das Motto nennt sich „Improvvisiamo: bergamasca, folia, ciaccona & passacaglia“ und wird am 11. Juni die 20ten Soirèen auf dem Schloss eröffnen. Die Musik wird aus dem 16. und 17. Jahrhundert sein und mir einfach nur Freude machen. Ah, da seh ich, dass den ganzen Sommer über noch weitere vier Konzerte veranstaltet werden. Und nach dem Musikerlebnis werden entlang dem Weg vom Schloss nach Dorf Tirol Fackeln entzündet. Klingt romantisch. Ich bestell mal schönes Wetter und ein wenig Zeit. Vielleicht geht sich vorher ja eine Wanderung im nahen Hafling aus. Oder ich mach ein paar Tage Urlaub in Dorf Tirol. Mal sehen, ob ich was Passendes finde.

 

 

"Blechhaufn“ nennt sich eine Ansammlung von Blech, also aus billigem Metall, meist in ungeordnetem Zustand. „Da Blechhaufn“ nennt sich eine Gruppe von sieben Blechbläsern aus dem österreichischen Burgenland, die Musik mit Niveau bieten. Bei freiem Eintritt konzertierten sie am 20. April in Dorf Tirol und unterhielten die Zuhörer und -seher mit viel Schwung, Humor und fachlicher Kompetenz.

Aber dabei will es Dorf Tirol nicht belassen. Urige und wahre, alte und moderne Volkmusik erklingt in dem Dorf immer wieder, vor allem jetzt im April und dann noch im Mai. Die Burgstaller Tanzlmusig aus dem Burggrafenamt, also aus dem Raum Meran wird am 12. Mai zum zweiten Mal im Cafè Restaurant Patriarch spielen. Die Tiroler Tanzlmusig besteht aus sieben Männern, die ansonsten in der Musikkapelle von Dorf Tirol spielen. Aluna Quartett, Psairer Tanzlmusig, die Schmeichler, Opas Diandl, die Gmiatlichn, Geschwister Niederbacher mit Christina und das Herbert Pixner Projekt & Schnittpunktvokal nennen sich die anderen Gruppen, die – so versprechen die Veranstalter – auf jeden Fall für die etwas anderen Töne sorgen werden. Das Programm ist sehr umfangreich und passt wunderbar in die Jahreszeit. Die frohen Stunden organisiere ich mir!

Zum 54. Mal trafen sich die Mitglieder des Feuerwehrbezirks Meran am 29. März 2009, um Rückschau auf das Tätigkeitsjahr 2008 zu halten. Nachdem man sich im letzten Jahr in Gargazon traf, holten die Feuerwehrmänner dieses Mal ihre Kollegen nach Naturns. Es gab allerhand zu besprechen, waren doch die zahlreichen Schneefälle sehr oft der Grund für umfangreiche Einsätze. 53 Wehren sind Mitglied in diesem größten Feuerwehrbezirk in Südtirol. Dazu gehört der „Aschbacher-Zug in Algund“, die Wehren in Töll, Rabland, Partschins, Plaus, Naturns, Staben, Tabland, Tschirland, Katharinaberg, Karthaus und unser Frau im Schnalstal. Auch Rettungsvereine und Carabinieri sowie zahlreiche Bürgermeister und Verwaltungsbeamte waren vor Ort. Sehr viele Einsätze wurden den freiwilligen Helfern in den letzten Monaten abverlangt. Waren es nicht die Schneefälle, forderten Hagel und Stürme ihr Tribut und auch das Eingreifen der Feuerwehren. Die Tagung verlief mit humorigen Einlagen sehr positiv und hinterließ bei allen Beteiligten einen angenehmen Nachgeschmack.

Am ersten April, also morgen, werden sechs der Südtiroler Landesmuseen wieder ihre Tore öffnen und mit neuem Schwung geht’s ab in die Saison. MMM, die Messner Mountain Museums haben ihre Eröffnung schon hinter sich, jetzt ist das Südtiroler Weinmuseum, das Touriseum in Meran, das Museum BergbauWelt Ridnaun-Schneeberg oder das Schaubergwerk Prettau, das Jagd-und Fischereimuseum in Mareit und am 13. April das Volkskundemuseum in Dietenheit bei Bruneck dran.

Das Touriseum in Meran stellt seine Sonderausstellung ins Zeichen des Gedenkjahres 2009. Sie beginnt am 3. April und nennt sich „Der mit dem Bart...“. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Andreas Hofer und dem Heldentum im Vergleich. Das Touriseum ist bis November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Und es lässt sich wunderbar in einen Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorff einbinden.

Interessieren würden mich noch die Bergmuseen in Ridnaun und Prettau. Bergwerke sind für Groß und Klein eine interessante Sache und der Klimastollen in Prettau mit seiner lungenfreundlichen Atmosphäre ist sowieso mal einen Besuch wert. In Ridnaun kann ich von Dienstag bis Sonntag von 9:30 bis 16:30 Uhr in den Berg schauen, ins Schaubergwerk in Prettau ebenso. Da such ich mir einfach noch einen Tag aus und ab geht’s!

Schloss Wolfsthurn ober Mareit bietet von Dienstag bis Samstag jeweils von 9:30 bis 17:30 Uhr und an Sonn-und Feiertagen auch von 15 bis 17 Uhr seine Dienste an. Das Museum für Jagd und Fischerei ist sicher sehr interessant, die Prunkräume im oberen Geschoss aber dürften meine Kinder noch mehr interessieren!

Das Südtiroler Weinmuseum in Kaltern kann in einen gemütlichen Spaziergang durchs Dorf eingebunden werden, denn es liegt mitten im Zentrum des Weinortes. Ein kleiner „Schauweinberg“ zeigt die verschiedenen alten und neuen Methoden der Rebenpflege und im Inneren des Hauses findet man in alten Kellergewölben Geräte aus vergangenen Zeiten, die dem Weinanbau dienten. Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr und an Sonn-und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr darf man die bäuerliche Welt der Vergangenheit und Gegenwart genauer anschaun.

Als letztes eröffnet am Ostermontag das Volkskundemuseum in Dietenheim im Pustertal. Wie jeden Ostermontag findet eine allgemeine Ostereiersuche für die ganze Familie statt. Ab 14 Uhr. Klingt interessant! Das Museum ist dann bis Ende Oktober Dienstag bis Samstag von 9:30 bis 17:30 Uhr und an Sonn-und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr für Publikum zugängig.

Es gibt keinen Ausrede: auch wenn es regnet, hat Südtirol an Unterhaltung sehr viel zu bieten!

 

Darüber, dass die Bahnstrecke zwischen Meran und Bozen immer wieder Schwierigkeiten bereitet und so ständig Ausfälle und Verzögerungen provoziert, habe ich mich schon beschwert. Heute steht in den Zeitungen – ein einfacher Bericht aufgrund einer Pressemitteilung der Landesregierung – dass genau der Zug jetzt auch in Siebeneich unterhalb Terlan stehen bleibt um seine Passagiere aufzusammeln. Sagen wir mal so: Für mich klingt das etwas vertröstend und ablenkend. Gestern noch hat wenig funktioniert, Züge fuhren nicht oder hatten Verspätung. Und jetzt dürfen einige Pendler im dorfeigenen Bahnhof in den Zug steigen. Damit zumindest die zehn oder zwanzig Menschen zufriedener sind mit dem Service. Denn Verspätungen und Ausfälle wird es trotzdem geben, vor allem, wenn der Schnee uns immer wieder beglückt.

Ah ja und so ganz nebenbei verschieben sich manche Abfahrtszeiten um eine Minute nach hinten. Hoffentlich lesen alle den neuen Fahrplan, sonst könnte es am Morgen auf dem Weg zur Arbeit einige ungemütliche Überraschungen geben.

 

 

Zur Zeit scheint es wirklich nicht weit her zu sein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor allem jenen auf Schienen. Um die Umwelt zu unterstützen und den Menschen in Südtirol das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel schmackhaft zu machen, werden sich unser Landesrat Thomas Widmann und alle Beteiligten wohl etwas mehr ins Zeug legen müssen.

Es ist zwar nicht lebenswichtig, aber die Mendelbahn in Kaltern steht immer wieder. Wenn der Grund dafür grad mal nicht die Schneefälle sind, ist es das kranke Personal, das seinen Dienst nicht ausüben kann. Das wäre ja alles kein Problem, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Mendelstraße, die Eppan und Kaltern mit dem „Hausberg“ verbindet, auch gesperrt ist. Hier hat der Schnee dafür gesorgt, dass die vorgesehenen Instandhaltungen vorgezogen wurden und nun bereits in Form der Beseitigung von Gefahren begonnen haben. Umwege von ein bis zwei Stunden müssen von all denen in Kauf genommen werden, die jeden Tag zur Arbeit pendeln oder in ihre Hütte auf den Hausberg wollen. Mal schnell in den Schnee fahren ist also für Überetscher nicht drin.

Etwas schlimmer steht es mit der Bahnlinie Meran-Bozen. Die ist veraltet, wird aber dringend gebraucht. Ausfälle und große Verspätungen sind an der Tagesordnung. Der Dienst der Ersatzbusse ...funktioniert nicht recht. So vergeht jede Lust, jeden Tag per Zug zur Arbeit oder zur Schule zu fahren. Da für die Bahnstrecke noch Trenitalia und andere öffentliche staatliche Betriebe wie RFI zuständig sind, ist der Reaktionsweg seeehr lang. Darum will die Landesregierung versuchen, die Zuständigkeit für die Strecke zu erhalten, um schneller und effizienter arbeiten zu können. Na dann wollen wir mal hoffen, dass es klappt!

 

 

Es ist faszinierend! Ich wollte mir das Burggrafenamt etwas näher ansehen und ärgerte mich schon über die ungenauen Beschreibungen der verschiedenen Burgen, Museen und dergleichen in der Kurstadt Meran. Wie soll ich die finden, wenn ich vor Ort bin? Aaaber da hab ich was entdeckt! Eine wunderbare Offenbarung :-) war vor mir auf dem Bildschirm zu sehen. Der Stadtplan von Meran auf dem Portal ist wunderbar aufgebaut mit allen übersichtlich dargestellten Details versehen, die man sich vorstellen kann. Verkehrsinfos, die Stadt selbst, für Gäste die einzelnen Betriebe der Gastgeber, sogar die Highlights, d.h. die verschiedenen Sehenswürdigkeiten sind, nachdem ich mir die Karte etwas herbeigezoomt habe, perfekt und mit verlinktem Artikel und Foto dargestellt. Wow, das nennt man vollkommene Information! Hier werd ich bei Bedarf garantiert nochmal vorbeischauen.

 

 

Es ist Samstag Morgen. Wir liegen noch im Bett, die Jungs, 6 und 4, toben im Raum herum und genießen die Familienidylle. Ok, so weit, so gut. Aber, was kommt danach? Wir haben den intensiven Wunsch, einen ruhigen, fröhlichen Tag miteinander zu verbringen. Das heißt, nach der ersten Spielphase wäre es angebracht, ein interessantes Ziel irgendwo im Außen zu wählen, um uns vieren auch genügend Unterhaltung zu garantieren und die gute Stimmung zu erhalten.

Allgemeine Beratung. Ich bin für das Burggrafenamt. Da gibt es Einiges an Auswahl wie die Thermen in Meran, der Labyrinthgarten in Tscherms nahe Lana, die Kurpromenade in der Kurstadt oder die Falkenschau auf Schloss Tirol oberhalb dem Ort gleichen Namens. Und wenn wir die Thermen und ihre Noblesse meiden wollen, gibt es immer noch Naturns und sein Hallenbad. Da passen Preis und Service zu 100%.

Doch es kommt erstens meist anders als man zweitens denkt. Wir einigen uns schließlich auf einen Spaziergang durch den Wald bei Tisens, in dem es übrigens einen schönen Märchenweg gibt mit Filzfiguren und – sehr wichtig – viel Natur.

Ok, Hauptsache, meine Männer sind zufrieden, dann kann ich den Ausflug umso mehr genießen.

Also dann, Rucksack gepackt und los geht’s!

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